Unsere Geschichte - Jacco Draaijer

Den Kampf gegen Ebola selbst miterleben – in einer Amsterdamer Kaserne

Jacco Draaijer, Sales und Account Manager in den Niederlanden, besuchte kürzlich ein Ebola Simulationszentrum von Médecins Sans Frontières, welches in einer ehemaligen Kaserne bei Amsterdam untergebracht ist. Der Besuch hat ihn sehr beeindruckt und gab ihm die Möglichkeit, einen tiefen Einblick in die tägliche Arbeit von MSF zu erhalten.

Das Ebola Simulationszentrum von MSF ist ein originalgetreuer Nachbau eines Feldlazaretts, so wie man es in Guinea, Sierra Leone oder Liberia vorfinden würde – ohne Strom und fließendes Wasser. Hier erhalten auszusendende Teams ein zweitägiges Training über den Umgang mit Ebola – inklusive Ärzten und Kollegen aus Logistik und Technik. Was hier vermittelt wird, erweist sich als unverzichtbar im riskanten Kampf gegen Ebola.

“Wäre das eine reale Situation gewesen, wäre ich unter Quarantäne gestellt worden, um jegliche Risiken zu minimieren.”

Jacco Draaijer durfte das simulierte Lazarett nur nach Anlegen entsprechender Schutzkleidung betreten, was leichter gesagt als getan war, denn MSF befolgt dabei strengste Protokolle. „Das Anlegen der Schutzkleidung bedeutete einen ungeheuren Zeitaufwand – sowohl vor Betreten, als auch nach Verlassen der Gefahrenzone“, so Jacco.

Jacco wurde damit beauftragt, die Leiche eines verstorbenen Patienten in die Leichenhalle zu überführen – immer im Hinterkopf behaltend, dass er sich dem gefährlichen Virus nicht aussetzen darf. „Ich kann nur soviel dazu sagen: Selbst in einer Kaserne in Amsterdam, bei gerade einmal 15 Grad Celcius Außentemperatur, habe ich unter der Hitze und der körperlichen Anstrengung gelitten. Ich möchte mir kaum vorstellen, wie es ist bei 40 Grad im Schatten zu arbeiten. Der Schutzanzug schränkt jede Bewegung ein, sodass es besonders wichtig ist, erst zu denken und dann zu handeln und fortwährend sein Ziel vor Augen zu behalten.“

„Als ich das Hospital verließ und meinen Schutzanzug auszog, habe ich meinen Handschuh mit dem Reißverschluss eingerissen. Ich habe es umgehend gemeldet, sodass meine anschließende Dekontaminierung noch sorgfältiger durchgeführt wurde“, sagte Jacco. „Wäre das eine reale Situation gewesen, wäre ich unter Quarantäne gestellt worden, um jegliche Risiken zu minimieren. Das bedeutet auch, dass ich drei Wochen in Angst hätte leben müssen, unwissend was mich erwarten würde.“

Dieses Erlebnis hat Jacco nachhaltig beeindruckt und vergrößert seinen Respekt vor der Arbeit und der Ausdauer der Mitarbeiter von MSF. Médecins Sans Frontières ist ein langjähriger und angesehener Kunde von Raptim, weswegen wir sehr vertraut zusammenarbeiten und in ihre Arbeit investiert haben. 

„Wenn wir mehr über ihre alltägliche Arbeit im Krisengebiet erfahren dürfen, hilft es uns umso motivierter bei ihren Reiseanfragen behilflich sein zu können und unser Bestes zu geben“, so Jacco.

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