Unsere Geschichte - Lindy Witman

Das Suitcase Ministry liefert Hilfsgüter ins Heilige Land

Lindy Witman ist seit mehr als 25 Jahren bei Raptim für die Koordinierung von Gruppenreisen zuständig. An der Gründung des Suitcase Ministry war sie maßgeblich beteiligt. Das Programm versucht schwerpunktmäßig die Lage der vielen in Gefahr lebenden Menschen im Gazastreifen zu verbessern.

Das Suitcase Ministry gibt Pilgern ins Heilige Land die notwendigsten Hilfsgüter mit auf dem Weg, um Sie vor Ort an die Palästinenser weiterzuleiten. Seit knapp 20 Jahren werden solche “Lieferungen” an unzählige christliche, jüdische und muslimische Organisationen erfolgreich zugestellt.

“Die Menschen haben die gleichen Freuden, Sorgen, Wünsche und Bedürfnisse, egal wo auf der Welt. Diese Lektion ist von unschätzbarem Wert für das eigene Leben.”

Lindy Witman

„Das ist wirklich das Sahnehäubchen für mich“, sagte Lindy auf die Frage hin, was es ihr bedeutet, eine der treibenden Kräfte hinter der Organisation zu sein. „Teil der Planung einer spirituellen Reise sein zu dürfen und den Menschen die Möglichkeit zu geben, an sich selbst zu wachsen, macht meine tägliche Arbeit zu etwas wirklich Besonderem. Und dann noch einen Schritt weiterzugehen und Pilgern die Chance auf Begegnungen mit Menschen verschiedenster Herkunft zu geben und sie dabei zu begleiten… das ist ein Segen, den ich mit Worten nicht beschreiben kann.“

Eine Broschüre aus den Anfängen der Organisation erläutert: „Bei den Abertausenden von Touristen, die jedes Jahr ins Heilige Land strömen, kam uns ein Gedanke: Können wir nicht nur etwas mit dem restlichen Platz im Koffer der Pilger anfangen, sondern können wir auch ihre Spiritualität und Nächstenliebe nutzen?“

Wie funktioniert das? Die in Jerusalem ansässigen Gastgeber der von Raptim angebotenen Pilgerreisen wählen die hilfsbedürftigen Organisationen vor Ort aus. Jeder Reiseteilnehmer wird darum gebeten einen zusätzlichen Koffer mit Hilfsgütern mit auf die Reise zu nehmen, meist gefüllt durch Freunde und Gemeindemitglieder, welche oft auch die Mehrkosten für das Übergepäck tragen. In der Informationsmappe der Organisation findet sich eine Liste mit Beispielen, was am dringendsten benötigt wird.

„Es gibt nur einen einzigen Taschenrechner, den sich die Schüler der Oberstufe der Hope School teilen müssen. Bruder Albert aus den „Four Homes of Mercy“ benötigt für ihn unerschwingliche Multivitaminpräparate, welche er an körperlich und geistig behinderte Kinder weitergibt, um die er sich kümmert. Die Vorschulkinder in Abu Dis haben keine warme Kleidung. Die Arbeitslosenquote ist auf 60-70% angestiegen, da das Gebiet dauerhaft besetzt worden ist und die Menschen nicht mehr zu ihren Arbeitsstätten gelangen können. Ebenfalls warme Kleidung für Kinder und Erwachsene wird in den Flüchtlingslagern von Deheisheh und Shofat benötigt.“

„Ich glaube, dass sich die zwischenmenschlichen Kontakte lohnen und jede Reise bereichern“, unterstreicht Lindy den Mehrwert des Programms. „Von einer Fernreise nach Hause zu kommen und festzustellen, dass die Menschen die gleichen Freuden, Sorgen, Wünsche und Bedürfnisse haben, egal wo auf der Welt, trotz verschiedenster Kulturen und Gebräuche. Diese Lektion ist von unschätzbarem Wert für das eigene Leben und ein Segen für den Reisenden und auch für die Menschen, die man unterstützt hat.“

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